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  • Die Kombination muskulärer und elektrischer Leistung setzt ein Zeichen für grüne Mobilität und Energieeffizienz.

    Velotaxis gab es in München, Wien und Colmar, nur nicht in der Schweiz. Die Initianten fragten sich, warum die Velotaxis ausgerechnet in der Schweiz nach dem fulminanten Start an der Expo02 praktisch wieder von der Bildfläche verschwunden waren. Anlässlich des Jubiläums 10 Jahre Velotaxis in der Schweiz habe ich versucht, die Gründe etwas genauer zu beschreiben.

    Heute kann man verschiedene sich scheinbar im Widerspruch stehende Trends beobachen: Der Leistungsausbau zugunsten eines flüssigen Pendlerverkehrs ausserhalb, der Einführung von Tempo-30-Zonen in den Wohnquartieren, sowie die Schaffung von Fussgängerzonen in den historischen Kernzonen und Begegnungszonen.

    Die Zahl der Menschen, welche freiwillig auf das eigene Auto verzichten und sich den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel wünschen, nimmt in den Zentren zu. Der Langsamverkehr ist damit in schweizer Städten eine ernst zu nehmende Grösse geworden. Die Zeit für Velotaxis scheint gekommen.

    Am 25. November 2010 ist es soweit. Das erste Velotaxi Basels ist in der Innenstadt unterwegs, um Ortsansässige zu bewegen und den Touristen die versteckten Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Der Antrieb sind Tretpedale und ein Elektro-Stützmotor. Die Kombination muskulärer und elektrischer Leistung setzt ein Zeichen für grüne Mobilität und Energieeffizienz.

    Offizieller Start im Februar 2011: Als erste Fahrgäste fahren Nationalrätin Anita Lachenmeier-Thüring und alt Nationalrätin Angeline Fankhauser vom Marktplatz via Mittlere Brücke zum Messeplatz, an die Messe Natur (heute eco.kongress genannt).

    Mit den jüngsten politischen Beschlüssen zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt (Fussgängerzonen) und dem Volksentscheid zur Reduktion des motorisierten Privatverkehrs (Städteinitiative) kommt das Velotaxi zur richtigen Zeit.

    Tilmann Schor, Initiant und Pedaleur

    Foto: Nicole Nars-Zimmer